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Schwangerschaft und Stillzeit mit Hashimoto

Ihr Lieben, heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mir selbst besonders am Herzen liegt:

Die Schwangerschaft und Stillzeit mit Hashimoto.

 

Eines der unliebsamen Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis ist der oft unerfüllte Kinderwunsch oder ein früher Abbruch der meist mühsam errungenen Schwangerschaft im Rahmen einer Fehlgeburt. Das ist sehr, sehr traurig und stellt sowohl körperlich als auch emotional eine sehr große Belastung für die betroffenen Frauen und oft zusätzlich eine Zerreißprobe für die Partnerschaft dar.

 

Nicht selten stellt das Wissen über die möglichen Schwangerschaftsrisiken die betroffenen Frauen vor die Frage, ob sie sich überhaupt guten Gewissens für eine Familie, für eine Schwangerschaft entscheiden dürfen, oder ob sie vernünftigerweise darauf verzichten sollten, sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Sie fragen sich, ob sie den Belastungen einer Schwangerschaft und denen des Familienalltags mit ihrer Erkrankung gewachsen sind ob sich ihr Gesundheitszustand durch eine Schwangerschaft verschlechtern wird oder, ob im schlimmsten Fall sogar die Gesundheit des Kindes dadurch beeinträchtigt wird.

 

Es kommen Fragen auf wie: "Werde ich überhaupt dazu in der Lage sein, mein Kind zu versorgen, wenn ich einen "schlechten Tag" habe? Was ist, wenn ich depressiv bin und nicht einkaufen gehen kann, weil ich es nicht schaffe, mich unter Menschen zu begeben?" oder "Was ist, wenn ich unter einer meiner Migräneattacken leide und nur alleine im dunklen Raum, über einem Eimer hängen will?" "Bin ich verantwortungslos, wenn ich riskiere, dass ich die Erkrankung vererbe?" "Wirken sich die Hormontabletten auf das Ungeborene aus?" und "wie wird sich mein Gesundheitszustand verändern?".

 

Diese oder ähnliche Fragen sind ganz natürlich und erstmal sogar positiv zu bewerten, denn sie zeigen, dass man ein verantwortungsvoller Mensch ist, der sich Gedanken um die Auswirkungen seines Verhaltens macht!

 

Wenn auch du dir solche Fragen stellst und überlegst, ob eine Schwangerschaft für dich möglich ist, rate ich dir, dich zunächst umfangreich über die medizinischen Fakten zu informieren. "Wissen ist Macht!", auch bei diesem Thema. Hast du die wesentlichen Fakten parat und weißt, was auf dich zukommen wird, scheint alles viel überschaubarer. Denn; Erst wenn du einschätzen kannst, wo genau die Risiken in deinem konkreten Fall liegen, kannst du entscheiden, ob du bereit bist, diese zu tragen. Beruhigend kann es auch sein, dir vorher zu überlegen, wie genau deine mögliche Zukunft mit Kind aussehen wir, ob du auf dich alleine gestellt sein wirst oder ob du über ein soziales Netz, eine Familie und Freunde verfügst, die dich tatkräftig unterstützen werden, falls du dich einmal nicht wohl fühlst.

 

Wie deine Entscheidung am Ende ausfällt, wird vermutlich auch davon abhängen, was für ein Entscheidungstyp du grundsätzlich bist. Entscheidest du gerne aus dem Bauch und dieser bekundet den Kinderwunsch immer und immer wieder ganz laut, dann wirst du dazu tendieren, die Risiken auszublenden und voller Freude und Optimismus "JA" zu einer Schwangerschaft sagen. Ganz nach dem Motto: Es wird schon alles gut gehen!

Bist du eher der analytische Typ, der aufgrund von harten Fakten entscheidet, wirst du vermutlich eine Pro-und-Kontra-Liste erstellen und am Ende eine vernünftige Entscheidung treffen, wie auch immer diese für dich persönlich lauten mag.  Aber ganz egal wie du es machst, mache es auf deine Weise, denn nur so wirst du dir später keine Vorwürfe machen. 

 

Solltest du dich für eine Schwangerschaft entschieden haben oder noch auf der Suche nach Informationen sein, die dir die Entscheidungsfindung erleichtern, helfen dir vielleicht meine Tipps. Einen medizinischen Rat darf und kann ich dir hier natürlich nicht geben, da ich keine Medizinerin bin. Ich kann dir aber berichten, wie es mir in meinen Schwangerschaften ergangen ist und was ich aus meiner Erfahrung heraus für wichtig halte. Ich hatte das Glück von einer sehr guten Frauenärztin bereut zu werden, die selbst an einer Autoimmunerkrankung leidet (die Symptome und Sorgen ihrer Patienten also wirklich versteht) und selbst mehrere gesunde Kinder zur Welt gebracht hat. 

 

Bei mir war es so, dass ich bei meiner ersten Schwangerschaft noch gar nicht wusste, dass ich an der Hashimoto-Thyreoiditis erkrankt bin, wobei ich rückblickend davon ausgehe, dass ich damals schon damit zu tun hatte.

Die Schwangerschaft war geplant und glücklicherweise wurde ich nach Absetzen der Antibabypille im zweiten Übungszyklus schwanger. Die Schwangerschaft verlief angenehm und unkompliziert, wobei ich sehr stark an Gewicht zugenommen hatte. Außerdem hatte ich unter der Geburt relativ kurze Wehen, was an einer möglichen Wehenschwäche gelegen haben kann, die bei bestehender Schilddrüsenunterfunktion häufig vorkommt. Meine Tochter hat durch meine Erkrankung glücklicherweise trotz meiner Unwissenheit keine gesundheitlichen Schäden erlitten und bisher sieht es auch nicht danach aus, als hätte sie sie geerbt. Meine zweite Schwangerschaft kam völlig unerwartet und mitten in der Einstellungsphase mit den Schilddrüsenhormonen. Ich war überglücklich, da ich mir immer mehrere Kinder gewünscht hatte, die Hoffnung darauf jedoch aufgrund meines Alters, meiner Erkrankung und den Zweifeln meines Mannes bereits aufgegeben. Durch die Dauer meines zweiten Studiums war ich inzwischen 39 Jahre alt und gerade als es so schien, als sei die Chance auf eine weiteres Kind nun endgültig verpasst, schlich sich mein Sohn zu uns, besser als wir es je hätten planen können. Ich hatte also keine Chance, im Vorfeld meine Werte in Ordnung zu bringen und mich auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, aber auch keine Gelegenheit mir übermäßig Sorgen zu machen. Ich war schwanger und freute mich unendlich. Bis auf die anfängliche Schwangerschaftsübelkeit, die mich von der 7. bis zur 16. Schwangerschaftswoche heimsuchte und mich zunächst fast 6 Kilo verlieren lies, verlief auch diese Schwangerschaft dank regelmäßiger Kontrolle der Werte und einer entsprechenden Anpassung der Dosierung angenehm und komplikationslos. In der 22. Schwangerschaftswoche bestand ich mit der Unterstützung meines Sohnes mein mündliches Staatsexamen und genoss von da an eine stressfreie und wunderschöne Schwangerschaft. Mein Sohn kam ebenso wie meine Tochter gesund und ohne Beeinträchtigungen durch meine Erkrankung zur Welt.

 

Was mich ganz besonders gefreut hat ist, dass es mir während der Schwangerschaft besser ging als zuvor. Ich hatte tatsächlich gesundheitlich die beste Zeit seit Langem. Das lag daran, dass die Immunabwehr des Körpers während einer Schwangerschaft nur auf Sparflamme läuft, um das Baby zu schützen. Denn das Immunsystem ist ja im Normalfall darauf trainiert, den Körper vor Eindringlingen, d.h. vor körperfremdem Gewebe, zu schützen und dieses möglichst schnell aufzufinden und abzustoßen. Da das Baby faktisch auch fremdes Gewebe ist, bestünde bei normaler Aktivität des Immunsystems die Gefahr, dass es vom eigenen Immunsystem als Feind eingestuft und abgestoßen würde. Um das zu verhindern, wird das Immunsystem im Rahmen einer Schwangerschaft runter reguliert. Diese Tatsache kommt uns an Hashimoto erkrankten Frauen deshalb zugute, weil unser Immunsystem ja fälschlicherweise das Gewebe der Schilddrüse als Feind erkennt und es attackiert. Wenn das Immunsystem jetzt also weniger aktiv ist, wird natürlich auch unsere Schilddrüse weniger attackiert.

 

Natürlich ging mir aber bei Eintritt der Schwangerschaft auch durch den Kopf, dass ich Hashimoto habe, nicht gut eingestellt bin und auch nicht mehr die Jüngste bin... Wichtig für mich war in dem Moment, dass ich eine Ärztin hatte, die mir jegliche Angst genommen und mir Mut gemacht hat. Ich ging die gesamte Schwangerschaft über alle 2-4 Wochen zur Blutentnahme und korrigierte bis zum Ende hin ständig die Dosierung der Hormontabletten. Tatsächlich hat sich meine Dosis in der Schwangerschaft fast verdoppelt! Ich musste im Grunde mit jeder Blutkontrolle kontinuierlich die Dosis steigern, wobei der Mehrbedarf in den ersten 3 Monaten am stärksten war. Ab der 36. Schwangerschaftswoche musste ich dann schon mit der Reduzierung beginnen und direkt nach der Geburt habe ich um weitere 25 µg gesenkt. Bei der ersten Blutkontrolle, ca. 3 Wochen nach der Entbindung, war ich dann noch etwas überdosiert und habe weiter reduziert. Ich persönlich habe übrigens sowohl Thyroxin als auch Thyronin genommen, wobei das Thyronin eher meinem eigenen Wohlbefinden gedient hat. Zum Thema Thyronin in der Schwangerschaft möchte ich aber aufgrund der auseinandergehenden Meinungen und der daraus resultierenden Komplexität des Themas an anderer Stelle genauer eingehen.

 

Was ist also zu beachten:

Zuerst einmal erscheint es mir eine sehr wichtige Information, dass an Hashimoto erkrankte Frauen, bei guter medikamentöser Einstellung, nahezu die gleichen Chancen haben schwanger zu werden und ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Das bedeutet, Hashimoto spezifische Risiken bestehen nur dann, wenn eine Fehlfunktion der Schilddrüse vorliegt.

 

Liegt eine (manifeste) Schilddrüsenunterfunktion vor, ist es bereits sehr schwierig, überhaupt schwanger zu werden. Dies ist eigentlich auch gut so, denn es ist ein Schutz des Körpers vor einem zu hohen Risiko. Denn zu wenig T4 (Schilddrüsenunterfunktion) kann zu einer Unterversorgung des Kindes führen, was eine verminderte Intelligenz und Entwicklungsstörungen zur Folge haben kann. Außerdem kann eine Wehenschwäche die natürliche Geburt erschweren oder gar unmöglich machen. 

 

Liegt hingegen eine Schilddrüsenüberfunktion vor, kann es vor allem in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln gehäuft zu Fehl-, früh- oder Totgeburten kommen. Außerdem besteht das Risiko, dass das Baby untergewichtig bzw. zu klein bleibt und es zu schweren Missbildungen kommt. Während der Geburt wiederum besteht das Risiko einer Thyreotoxischen Krise, einer lebensbedrohlichen Hormonvergiftung.

 

Wenn du also planst, schwanger zu werden, ist es wichtig, eine euthyreote (ausgeglichene) Stoffwechsellage anzustreben. Wenn Du bereits schwanger bist und dich darauf nicht vorbereiten konntest, mach dir keine Sorgen, denn auch jetzt ist es noch möglich, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. 

 

Konkret heißt das: Der TSH-Wert sollte im niedrig normalen Bereich liegen. Empfohlen wird ein Wert zwischen 0,3 - 1,0 mU/l. Allerdings ist in der Schwangerschaft (mehr als ohnehin schon) der TSH alleine nicht entscheidend, denn er kann unter einer Hormonersatztherapie mit Thyroxin und Thybon tatsächlich niedriger liegen. Das stellt kein Problem dar, wenn die freien Werte (FT3 und FT4) sich dabei innerhalb der Norm befinden und keine Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion bzw. -überdosierung bestehen. Außerdem ist der TSH - Wert gerade zu Beginn der Schwangerschaft durch das Schwangerschaftshormon HCG in den meisten Fällen stark erniedrigt oder gar supprimiert, sodass man dringend auch die freien Werte mitbestimmen sollte. 

 

FT3 und FT4 sollten sich innerhalb des Normbereiches befinden, wobei das FT4 das für das Baby wichtige Hormon ist und der Wert gerne im oberen Normbereich sein darf.

 

Insbesondere in den ersten 20 Wochen der Schwangerschaft ist es ausgesprochen wichtig, ausreichend mit FT4 versorgt zu sein, da die Schilddrüse des Kindes noch nicht ihre Funktion aufgenommen hat und es deshalb vollständig von den Hormonen der Mutter abhängig ist. Deshalb sollte mit Eintritt der Schwangerschaft eine Steigerung des Thyroxins um 25 µg erfolgen und nicht erst der Eintritt einer Unterfunktion abgewartet werden. Insgesamt wird der Hormonbedarf in den meisten Fällen um 30-50% ansteigen, hier darf man sich nicht, durch die mitunter sehr große Mengen an Hormonen, verunsichern lassen. Wichtig sind die Werte und das Befinden. Die Einnahme von Hormontabletten stellt für das Baby kein Risiko dar, solange nur die zum Ausgleich einer (drohenden) Unterfunktion der Schilddrüse erforderliche Menge eingenommen wird. Im Gegenteil, sie ist für das Baby lebensnotwendig!

 

Sind bei dir positive TPO-AK festgestellt worden, solltest du - wenn möglich schon im Vorfeld einer Schwangerschaft - täglich 200 µg Selen einnehmen, da dies in einigen Fällen den Antikörperspiegel senken kann. Das ist deshalb wichtig, weil die Antikörper im Verdacht stehen, das Risiko für eine Fehlgeburt zu erhöhen. Außerdem können sich Antikörper auf das Kind übertragen und bei diesem eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen.

 

Wichtig ist auch der Ausgleich etwaiger Nährstoffmängel. Deshalb lasst auch Ferritin, B12- und Vitamin D3 kontrollieren. Denn hier liegt aufgrund der Erkrankung meist ohnehin ein Mangel vor und der Bedarf steigt in der Schwangerschaft zusätzlich an. Deshalb solltest du auch in der Schwangerschaft deine Werte weiter im Auge behalten und gegebenenfalls substituieren.

 

Ich habe in der Schwangerschaft Folio ohne Jod (!) genommen, Eisen, Magnesium, Vitamin D3. Da Eisen jedoch relativ schlecht verträglich ist, reicht es aus, dies bei einem Mangel einzunehmen. 

 

Ganz wichtig ist eine engmaschige Wertekontrolle während der gesamten Schwangerschaft, um den erhöhten Bedarf rechtzeitig zu erkennen und mit einer Anpassung der Dosis reagieren zu können. Es ist sinnvoll regelmäßig alle 2-4 Wochen die relevanten Blutwerte (TSH, FT3, FT4) bestimmen zu lassen. Ich weiß, dass bei Kassenpatientinnen nicht alle Ärzte davon begeistert sind und man manchmal bei verschiedenen Ärzten darum bitten muss. Bei mir hat es die Gynäkologin übernommen, so war es auch immer dasselbe Labor und die Werte aussagekräftig und vergleichbar. Solltest du wirklich keinen Arzt finden, der die Blutuntersuchungen übernimmt, lass dir das Blut in einem Labor direkt abnehmen und untersuchen. Die Kosten von derzeit 14,57€ pro Wert musst du dann zwar selbst tragen, das ist die Gesundheit deines Kindes und deine Nervenberuhigung aber auf jeden Fall wert. Allerdings kannst du deinen Arzt ruhig darauf hinweisen, dass du als "chronisch Kranke" einen Anspruch auf die medizinisch erforderlichen Blutuntersuchungen hast und die Kosten dafür auf jeden Fall von der Krankenkasse übernommen werden. Wenn du dann immer noch auf die IGeL-Leistungen verwiesen wirst, ruf doch einfach mal bei deiner Krankenkasse an. 

 

Nach der Entbindung sollte die Dosis um 25 µg Thyroxin gesenkt werden und für mindestens weitere 6 Monate eine engmaschige Blutwertekontrolle beibehalten werden. Eine möglicherweise kurzzeitig bestehende Überdosierung ist nicht schädlich für das Kind, da die Hormone nur geringfügig über die Muttermilch auf das Kind übergehen. Eine leichte (!) Überdosierung kann der jungen Mutter sogar bei den ersten schlaflosen Nächten zugutekommen ;-) 

 

Häufig kommt es ca. 4-6 Monate nach der Geburt zu einer Exazerbation (Verschlimmerung ) einer bestehenden Autoimmunerkrankung. Dies liegt daran, dass das Immunsystem dann seine Arbeit wieder vollständig aufnimmt. Manchmal schießt es dabei etwas über das Ziel hinaus und es kommt zu einem "Rebound-Effekt". Bei gesunden Personen kann dies dazu führen, dass es erstmals zu einer Autoimmunreaktion kommt. Bei bereits an Hashimoto erkrankten Personen kann dies einen Schub auslösen, bzw. zu einer Verschlechterung der Erkrankung führen. Zu diesem Zeitpunkt wird eine erneute Anpassung der Dosis nötig sein. Nicht selten landet man nach einer Schwangerschaft und der darauffolgenden Hormonumstellung bei einer etwas höheren Dosis als vor Eintritt der Schwangerschaft.

 

In der Stillzeit bleibt der Bedarf relativ konstant und liegt - solange das Östrogen noch sehr niedrig ist - in den meisten Fällen etwas unter dem Bedarf, der sich nach dem Abstillen einstellen wird. Mein Bedarf war in der Stillzeit sogar etwas niedriger als der vor der Schwangerschaft. Jetzt, wo ich nur noch teilweise zum Einschlafen und nachts stille, ist mein Bedarf wieder angestiegen. Ich habe das dadurch bemerkt, dass mein Befinden sich plötzlich stark verschlechtert hat und ich Symptome wie Wassereinlagerungen, Kopf- und Nackenschmerzen, schwache, brennende Muskeln und starke Müdigkeit hatte. Eine Blutkontrolle bestätigte dann meinen Verdacht, ich erhöhte wieder etwas und liege jetzt 25 µg über meiner Ausgangsdosis. Deshalb ist es auch im Rahmen der Stillzeit ratsam, die Werte regelmäßig kontrollieren zu lassen. 

 

Übrigens werden durch das Stillen keine wesentlichen Mengen an Antikörpern auf das Kind übertragen und eine Ansteckung über Antikörper erfolgt nicht. Stillen ist daher ohne Bedenken möglich.

Nichtsdestotrotz kann, muss aber nicht, das Kind die Anlage zur Erkrankung erben, was jedoch noch nichts darüber aussagt, ob es im Falle einer Vererbung auch tatsächlich erkrankt. Denn dazu gehören neben der genetischen Disposition auch noch weitere Faktoren wie beispielsweise Stress, ein Infekt…(hierzu ein anderes Mal mehr).

 

Ich hoffe, meine Geschichte zeigt dir, dass es auch mit Hashimoto möglich ist schwanger zu werden und ein gesundes Kind zur Welt zu bringen und dass die Schwangerschaft sogar eine besonders angenehme Zeit sein kann. Deshalb nur Mut! Mit einer regelmäßigen Kontrolle der relevanten Werte und einer entsprechenden Anpassung deiner Hormondosis, kannst auch du deine Schwangerschaft genießen und glaub mir, ist dein Kind erst da, wirst du über dich hinauswachsen und dieses wunderbare kleine Wesen wird dir durch seine Anwesenheit so viel Kraft verleihen und alle Anstrengungen und Mühen mit seiner bedingungslosen Liebe und seinem süßen Lächeln vergessen machen.

 

Eure Mutter-mit-Herz ♥︎

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Kommentare: 1
  • #1

    Enisa (Montag, 05 August 2019 19:08)

    Hallo,

    vielen Dank für deinen Artikel. Es hat mir einige Ängste genommen und gute Infos gegeben. Ich habe im Februar 19 eine FG in der 14 SSW gehabt und hatte schon immer nur eine Unterfunktion (dachte ich). Nach der FG wurde festgestellt das ich Hashimoto habe und jetzt bin ich gerade wieder frisch schwanger (6 SSW) und habe einfach nur Angst. Ich freue mich aber ich habe Angst das es wieder passiert. Klar weiß ich nicht ob die Schilddrüse das Problem war aber es ist sehr wahrscheinlich. Ich habe bald den nächsten Termin bei meinem Frauenarzt und hoffe und bete das alles ok ist. Meine Werte sind jetzt gut eingestellt ( TSH 0,25, FT 3 2,4und FT4 1,58). Ich muss auch alle 4 Wochen zum Blutabnehmen und bis jetzt hat sich da kein Arzt quer gestellt. Wegen den Vitaminen wurde bei mir festgestellt das ich einen akuten D3 Mangel habe. Hast du die anderen Werte bestimmen lassen?